Gesundheitsdaten im Netz



E-Health in Dänemark

In Dänemark ist E-Health bereits seit Mitte der 90-er Jahre umgesetzt. Auf dem Gesundheitsportal www.sundhed.dk existiert ein öffentlich zugänglicher und ein geschützter Bereich. Im öffentlichen Bereich sind beispielsweise Informationen zu Ärzten und Spitälern aufgeführt. Im geschützten Bereich kann ein Termin mit dem Arzt vereinbart oder eine Überweisung an einen anderen Arzt übermittelt werden. Der Patient und der Arzt haben im geschützten Bereich die Möglichkeit verschlüsselt und somit gesichert per Mail kommunizieren.

Durch Sicherheitsvorkehrungen und der Aufzeichnung von allen Zugriffen werden die Datenschutzbestimmungen eingehalten und sind Änderungen nachvollziehbar. Über jeglichen Zugriff auf die Daten und jede Änderung der Daten kann nur der Patient verfügen. An den Kosten für Investitionen in den Arztpraxen beteiligt sich der dänische Staat. (TA-Swiss – Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung, Informationsbroschüre „Unsere Gesundheitsdaten im Netz, e-health publifocus und elektronisches Patientendossier“, 2008, S. 8)

Der Patient kann im geschützten Bereich seine Krankengeschichte einsehen. Wenn von einem Krankenhaus oder Arzt eine Patientenakte erstellt und geführt wird, kann der Patient diese Akte ebenfalls einsehen. Die Leistungserbringer können Informationen, medizinische Daten von Patienten und auch Fachwissen austauschen. Persönliche Daten können jedoch nur eingesehen werden, wenn die Person über eine digitale Signatur verfügt. Diese digitale Signatur wird von einem nationalen Trust-Center vergeben. (Trill, Roland (Hrsg.) (2009): Praxisbuch eHealth – Von der Idee zur Umsetzung. Stuttgart. S. 192)
Eine einheitliche elektronische Patientenakte existiert noch nicht. Dies soll der nächste Schritt in der Umsetzung von E-Health in Dänemark sein. (Trill, Roland (Hrsg.) (2009): Praxisbuch eHealth – Von der Idee zur Umsetzung. Stuttgart. S. 193)

Doch auch in Dänemark wird gemäss einer Bürgerkonferenz von 2002 über das elektronische Patientendossier der Datenschutz als problematisch angesehen. Die Mehrheit scheint dem System dennoch zu trauen. Eine durch die EU finanzierte Studie zeigte auf, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Systems in Dänemark positiv ausfällt. Der Nutzen übersteigt die Kosten deutlich. (TA-Swiss – Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung, Informationsbroschüre „Unsere Gesundheitsdaten im Netz, e-health publifocus und elektronisches Patientendossier“, 2008, S. 8)

In einem Artikel von NZZ Folio 09/05 wird E-Health in Dänemark thematisiert.

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